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Kap Arkona

Die Anreise zum Kap für Tagesausflügler, die mit einem Kraftfahrzeug unterwegs sind, endet 2 Kilometer vor dem Ziel in Putgarten. Hier stehen ausreichend Parkplätze für PKW, Karavan und Busse zur Verfügung. Eine pauschale Parkgebühr von 3 Euro (2009) pro PKW ist jedoch zu entrichten. Weiter geht es je nach Wunsch und Geldbeutel, zu Fuß, mit der gasbetriebenen Arkona Bahn oder mit der Pferdekutsche. Vom Parkplatz Putgarten aus fährt die Arkonabahn das Fischerdorf Vitt und natürlich Arkona an. Eine Zwischenhaltestelle beider Strecken, auch zum Umsteigen geeignet, ist am Gutshof. Das Kap Arkona auf der Halbinsel Wittow wird allgemein als nördlichster Punkt der Insel Rügen bezeichnet. Ganz realistisch betrachtet zählt dieser Titel dem 600 Meter weiter nordwestlich gelegenen Gellort. Das Kap Arkona ist ein steil aufragendes 46 Meter hohes Vorgebirge der Ostseeinsel Rügen. Es besteht aus Kreidegestein und ist mit zwei Leuchttürmen und einem Marinepeilturm bebaut. Der 1827 erbaute quadratische Schinkelturm ist heute Mecklenburg Vorpommerns nördlichstes Standesamt und zu gleich der älteste Leuchtturm. Er beinhaltet ein kleines Museum der Geschichte der Küstenbeleuchtung und der Entwicklung der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. 1902 wurde der Leuchtturm von dem 39 Meter hohen Rundturm abgelöst. Sein Leuchtfeuer ist circa 40 Kilometer weit sichtbar. Auf dem gesamten Plateau verläuft ein Hochuferweg, auf dem die gesamte Nord- und Ostküste der Halbinsel Wittow erwandert werden kann. Am Fuß der Steilküste breitet sich ein Steinstrand aus. Bis zum Jahre 1168 stand auf dem Kap die Jaromarsburg mit ihrem 10 bis 13 Meter hohem Wall, die letzte bedeutende Festung der Slawen. In ihrem Inneren barg sie das 10 Meter hohe viergesichtige Holzstandbild des Gottes Swantewit. Eine mit der Kettensägefrei gestaltete Nachbildung des Standbildes steht heute auf dem Gelände vor dem Wall. 1168 wurde die Slawenfestung jedoch von dem Dänenkönig Waldemar dem Ersten eingenommen und zerstört. Das einzige Überbleibsel aus dieser Zeit ist der 13 Meter hohe Burgwall, der für einen kleinen Unkostenbeitrag besichtigt oder besser erklommen werden kann. Von den Aussichtsplattformen der beiden Leuchttürme und des Peilturmes hat man einen herrlichen Blick auf das gesamte Kap und dessen Umgebung. Für den Aufstieg auf die jeweiligen Türme ist ebenfalls ein Obolus fällig. Wer nicht für jede Besichtigung einzeln das Portemonnaie aus der Tasche hervorholen möchte kann auch die Arkona Karte erwerben, mit der die Eintrittsgelder für die wichtigsten Kap Arkona Sehenswürdigkeiten beglichen sind. Die Besichtigung der Marine Bunkeranlage Kap Arkona, in der sich eine Ausstellung der ehemaligen Volksmarine der DDR und der 6. Flottille Burg befindet, ist jedoch nicht inbegriffen. Das Fischerdorf Vitt mit seinen 30 Einwohnern liegt etwas mehr als 1 Kilometer von Arkona entfernt in einer von Bäumen bewachsenen Schlucht. Man entdeckt das denkmalgeschützte Dorf, mit seinen meist Reetgedeckten Fischerkaten, erst wenn man es bereits erreicht hat. Am Ende des Weges ist der kleine Hafen mit einem Steg für die Fischerboote erreicht. Von hier aus können bei einem Strandspaziergang Fossilien, Muscheln, Hühnergötter oder anderes Strandgut als Mitbringsel für die zu Hause gebliebenen gesammelt werden. Am Kap gibt es drei Stufenreiche Auf- oder Abstiege, um die Steilküste zu überwinden und den Rundgang perfekt zu machen.

 

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